Geschichte

Der Name „Mohrenwäscher“ als Bezeichnung für die Bayreuther Bürger geht auf eine Legende aus dem Jahre 1865 zurück.

Geschichte_Mohrenwaescher

Im 19. Jahrhundert war der Platz vor dem Markgräflichen Opernhaus der städtische Vergnügungsplatz. Schausteller boten dem Bayreuther Publikum ein unterhaltsames und vergnügliches Programm. Hier ließ sich auch die Hauptperson der Legende, ein schwarzer Mensch, im 19. Jahrhundert „Mohr“ genannt, für Geld sehen. Für die Bürger war das eine absolute Sensation. Da sie allerdings bis zu dem Datum keine schwarzen Menschen kannten, hielten sie den Fremden für einen Schauspieler, der sie auf den Arm nehmen wollte. Sie glaubten, er habe sich mit Farbe schwarz geschminkt. Die Zweifler wollten daher ganz genau prüfen, ob der Mann „echt“ war und ließen durch die Stadtobrigkeit bestimmen, dass er zur Herzogmühle geführt wurde. Dort seifte ein Polizeidiener den armen Kerl ein und schrubbte ihn mit der Wurzelbürste ab. Aber er wurde nicht weiß, sondern behielt seine natürliche Hautfarbe. Da schauten die Bayreuther verdutzt und dumm aus der Wäsche, der schwarze Mensch nahm es aber mit Humor.

Seitdem haben die Bayreuther bis heute den Spitznamen „die Mohrenwäscher“.